
Wer kennt nicht das Märchen von Hänsel und Gretel? Und wer möchte nicht auch einmal aktiv in einer Oper mitsingen? Hier bekommen die Kinder ausreichend Gelegenheit dazu und bestehen so gemeinsam mit den Sängern ein wundervolles Waldabenteuer.
Hänsel und Gretel als Opernaufführung

Die bekannteste, schönste und beliebteste Oper für Kinder:
"Hänsel und Gretel" als Opernaufführung in einer gefühlvollen, wunderschönen Inszenierung der schon bekannten hohen Qualität unseres Teams, die den Kindern und Erwachsenen eine Stunde lang viel Freude bereitet - eine Vorbereitung durch Sie ist schön, aber hierbei nicht zwingend notwendig.
Rollen für Kinder pro Aufführung: 2 mit Text, 8 ohne Text
Lieder zum Mitsingen geeignet: 3
Mindestteilnehmerzahl: 120; darunter Pauschalpreis
(Material zur Vorbereitung wird selbstverständlich von uns zur Verfügung gestellt)
Hänsel und Gretel ist eine spätromantische Oper in drei Akten, die in den frühen 1890er Jahren entstand. Die Musik stammt von Engelbert Humperdinck, das Libretto ist von seiner Schwester Adelheid Wette nach dem Märchen "Hänsel und Gretel" und mehr an die Märchenfassung von Ludwig Bechstein angelehnt, statt an die grausamere Fassung der Gebrüder Grimm.
Die Werkbezeichnung der Autoren lautet "Märchenspiel in drei Bildern". Die Oper wurde am 23. Dezember 1893 in Weimar unter Richard Strauss als Dirigent das erste Mal aufgeführt. Die Oper, die im Original eine Spieldauer von etwa zwei Stunden hat, gehört heute zum häufig gespielten Repertoire von Opernhäusern, und wird besonders gerne in der Adventszeit aufgeführt.
Hinweis: Wir spielen in leicht abgewandelter und gekürzter Form die Kinderoper "Hänsel und Gretel". Engelbert Humperdinck hatte das Märchenspiel "Hänsel und Gretel" seiner Schwester Adelheid Wette zu einer Oper vertont. Das Märchenspiel Wettes orientiert sich eher an der milderen Bechstein'schen Märchenfassung, als an der düstereren Version der Gebrüder Grimm.
In unserer Opernfassung gibt es keine schlagende Mutter, keinen angetrunkenen Vater, und auch keine kannibalistische Hexe, die am Ende gebraten wird. Natürlich wird ebenso bei uns die Hexe zum Schluss von den Kindern in den Ofen geschoben, aber sie wird dadurch in einen Lebkuchen verwandelt. Auch bei uns werden die vielen vorab von ihr zu Lebkuchen verbackenen Kinder erlöst und wieder in ihre menschliche Form zurückverwandelt.
Durch unsere fröhliche, lebhafte und spielerische Aufführungsform hat das bis jetzt (seit 2008 im Repertoire und immer wieder vor und mit Erstklässlern gespielt) noch kein einziges Kind emotional überfordert.
Der wunderbare Autor Terry Pratchett hat es am besten formuliert:
„Märchen erzählen den Kindern nicht, dass es Monster gibt.
Kinder wissen bereits, dass es Monster gibt.
Märchen sagen den Kindern, dass Monster besiegt werden können.“
Erste Szene
Hänsel und Gretel, Kinder eines armen Besenbinders, leiden Hunger. Statt der ihnen aufgetragenen Arbeiten (Strümpfe stopfen und Besen binden) tanzen sie ausgelassen herum und stoßen dabei einen Krug mit Milch um. Da kehrt ihre Mutter heim, sieht die Bescherung und schickt die Kinder in den Wald zum Beeren sammeln. Nun kehrt der Vater nach Hause zurück. Er hat ein gutes Geschäft gemacht und einen Sack voller Lebensmittel gekauft. Mitten in der gemeinsamen Freude der Eltern bemerkt der Vater, dass die Kinder fehlen. Als der Vater von den Geschehnissen erfährt, erzählt er von der im Wald hausenden Knusperhexe, die Kinder zu Lebkuchen backt. Die Eltern begeben sich sofort auf die Suche nach den Kindern.
Zweite Szene
Hänsel und Gretel haben den Korb voller Beeren. Sie spielen, und essen in ihrem Übermut alle Beeren auf. Da bemerken sie, dass es dunkel wird und sie sich verirrt haben. Das Echo und der aufkommende Nebel machen ihnen Angst. Das Sandmännchen beruhigt sie und streut ihnen Sand in die Augen. Sie beten ein Nachtgebet und schlafen ein. Engel bewachen ihren Schlaf.
Dritte Szene
Das Taumännchen weckt die beiden. Sie stellen fest, dass sie beide von Engeln geträumt haben. Plötzlich bemerken sie hinter sich ein Haus, das über und über mit Lebkuchen und anderen Süßigkeiten bedeckt ist. Sie beginnen sofort zu naschen. Da taucht die Knusperhexe auf, die sie mit noch mehr Süßigkeiten in ihr Häuschen locken will. Doch die Kinder misstrauen ihr und wollen weglaufen. Die Hexe belegt sie mit einem Bann, so dass sie sich nicht mehr bewegen können. Gretel soll den Ofen anfeuern, damit sie und Hänsel zu Lebkuchen gebacken werden können. Aber Gretel befreit Hänsel, und die beiden schubsen die Hexe selbst in den Ofen. Plötzlich finden sie sich von vielen Lebkuchenkindern umgeben, deren Bann gebroch ist und die sich dadurch zurückverwandelt haben. Da kommen die Eltern der beiden hinzu. Die Freude ist groß, die Kinder erzählen aufgeregt von ihren Erlebnissen, vom Sandmännchen und Taumännchen, von den Waldengeln, und dass sie es geschafft haben, mit ihrer Hilfe die Hexe in den Ofen zu schieben. Die Hexe ist nun selbst ein Lebkuchen geworden.
Humperdincks Schwester Adelheid Wette plante das Märchenspiel als häusliche Theateraufführung. Sie bat ihren Bruder lediglich um die Vertonung einiger Verse. Als diese im Familienkreis großen Anklang fanden, beschlossen Wette und Humperdinck, ein Singspiel daraus zu machen. Schließlich wurde Humperdincks Begeisterung so groß, dass er eine abendfüllende Oper komponierte. Bereits die Uraufführung war ein außerordentlicher Erfolg.
Hänsel und Gretel ist eine durchkomponierte Oper in der Nachfolge Richard Wagners, die jedoch in großem Maße volksliedhafte Musik – teilweise in sich geschlossenen Formen – einbringt. Das motivische Material ist äußerst ökonomisch gestaltet, ohne streng leitmotivisch im Sinne Wagners eingesetzt zu werden. Viele der Themen in Hänsel und Gretel werden oft für Zitate von Volksliedern gehalten, doch hat Humperdinck tatsächlich nur drei Volkslieder zitiert: Suse, liebe Suse, was raschelt im Stroh?, Ein Männlein steht im Walde und Schwesterlein, hüt' dich fein!. Viele der weiteren Melodien aus der Oper (z. B. Brüderchen, komm tanz mit mir ... oder der so genannte Abendsegen) sind aber später zu Volksliedern geworden.
Hänsel und Gretel war und ist eine der populärsten Opern im Repertoire, zudem die einzige, die als ausgesprochene Kinderoper gilt. Neben den herkömmlichen, also gemäß den vom Komponisten im Klavierauszug festgelegten Anweisungen inszenierten Aufführungen, gab es auch immer wieder Deutungen im Sinne psychologischer Märcheninterpretation. Dabei wird zuweilen die Partie der Hexe von der gleichen Sängerin wie die der Mutter gesungen. 1997 erregte eine Inszenierung des britischen Regisseurs Nigel Lowery an der Basler Oper Aufsehen, da u.a. der Kannibalismus der Hexe dargestellt wurde. In der Spielzeit 2004/05 kam es am Theater Erfurt zu zwei unterschiedlichen Inszenierungen: eine „herkömmliche“ Inszenierung und eine zweite des Regisseurs Giancarlo del Monaco „nur für Erwachsene“, die die Oper als Geschichte über Kindesmissbrauch erzählt.
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